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Montag, 5. September 2011

Trübsinnen

Wieder ein Wochenende, ein Tag weniger. Die Zeit schrumpft so schnell und wir kommen doch nur selten dazu, sie gemeinsam, zweisam zu genießen.
Ich merke, dass meine hoch gehaltene Laune immer öfter einbricht. Ich ertappe mich beim Starren, Abschweifen und Trübsinnen. Ich versuche mich immer schnell zurück in die Gegenwart zu holen und den Moment zu genießen. Nur nicht zu sehr an den Abschied und die folgenden Monate denken...
Dann folgen wieder Phasen in denen ich ganz pragmatisch überlege, was wir noch alles erledigen müssen. In meinem Kopf erstelle ich Listen, was ich noch machen muss, an was ich während seiner Abwesenheit denken muss, was ich unbedingt jetzt noch erledigen und was er unbedingt noch tun muss. Reifenwechsel, Inspektion, Reparaturen am Haus, Termine, Versicherungen, Bank, Post, alles erneut durchgehen.
Wie erzählen wir es den Kinder? Was sollen wir sagen? Papa muss länger weg, er fährt weg, muss arbeiten, muss bei der Bundeswehr bleiben?
Dennoch gelingt es ganz gut, die Zeit noch zu genießen. Wir rücken näher zusammen und das ist ein sehr schönes Gefühl.

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