Montag, 30. Juli 2012

Aufgewacht

und im Bett liegen geblieben. Stille.
Keine süßen Quälgeister, die das Bett zum Trampolin und das Weiterschlafen unmöglich machen.
Einfach hier sitzen.
Einfach Stille.
Einfach Luxus.

Sonntag, 29. Juli 2012

Urlaub

kinderfrei, Muttiurlaub, Mädelsabend, Wein, genießen, entspannen, nichtstun, nichts vorhaben, einfach da sein und mit meiner besten und ältesten Freundin quatschen.
Das erste Mal seit 4 Jahren.

Donnerstag, 26. Juli 2012

3 vor 10 - NORA&LEO

Gerade bin ich über den Umweg Augengeradeaus über die Web-TV-Serie "Bravo 5" gestolpert.
Zur Serie kann ich nichts sagen, denn mein DSL ist unterirdisch langsam. Ich habe es daher bisher nur bis zum Vorspann mit Titelsong geschafft.
Der hat mich umgehauen.
Find ich klasse.
Ich wünsche mir, dass ich "3 vor 10" von "Nora&Leo" bald nicht mehr nur auf meinem iPod, sondern auch im Radio höre!

Mittwoch, 25. Juli 2012

Grüße

Ich bin wieder über eine tolle Idee gestolpert:
Grüße von Daheim.
bei Facebook.

Von dort stammt auch das - wie ich finde - großartige Logo.
Passend dazu gibt es Aufkleber und Postkarten sind in Planung.



Dienstag, 24. Juli 2012

Wofür

wir dienen.
Damals.
1970.


"Wir Soldaten der Bundeswehr dienen der Bundesrepublik Deutschland, die stellvertretend für ein einiges Vaterland Recht und Freiheit unseres Volkes wahrt und schützt. Wir bekennen uns zum ganzen deutschen Vaterland mit seiner wechselvollen Geschichte, gleich ob sie Scham oder Stolz erweckt, zu seiner Kultur und zu seiner friedlichen Zukunft.


Wir dienen in aufrichtiger Gemeinschaft mit den Kameraden der Armeen unserer Verbündeten. Wille zur Freiheit, Achtung vor dem Recht und das verpflichtende Bewußtsein vom gemeinsamen europäischen Kulturerbe verbinden uns über die nationalen Grenzen hinweg. Auch können wir uns nur noch zusammen erfolgreich verteidigen. So leisten wir unseren Dienst an der Waffe als deutsche Soldaten in der Nordatlantischen Verteidigungsgemeinschaft, als Staatsbürger unserer Bundesrepublik und als Söhne unseres Volkes, dessen Geschicke wir mit der gemeinsamen Zukunft der freien Welt verbunden wissen.


Wir dienen dafür, daß unser Leben wahrhaftig sein kann und nicht unter der Lüge steht. Nur dort wo man ungestraft wahrhaftig sein darf, leben persönliche und politische Freiheit. Ein Zwangsstaat hingegen, der bestimmt, was recht und wahr ist, achtet weder Gott noch den Menschen.


Wir dienen dafür, daß wir im Recht leben und in Gerechtigkeit, nicht in ständigem Unrecht. Wer rechtlos ist, lebt friedlos und in Angst. Er ist der Willkür ausgeliefert und wird von Mißtrauen gequält. Recht wird, was der Partei nützt. Inhaftierung ohne richterlichen Haftbefehl, Verhör ohne Zeugen und ohne Verteidigung, Folter und Hinrichtung in geheimen Kerkern sind die Folgen. Gerechtigkeit aber, die ein Volk erhöht, auch wenn sie immer wieder neu erworben werden muß, ist jeden Opfers wert.


Wir dienen dafür, daß wir als Volk und als Bürger in Selbstachtung leben können, daß die Würde jedes Menschen geachtet und geschützt wird.


Wir lieben den Frieden. Über allem aber steht uns die Freiheit. Wir sind bereit, jeder Macht entgegenzutreten, die sie gewaltsam bedroht."


aus: Taschenbuch für Wehrausbildung, Walhalla u. Praetoria Verlag Regensburg, 28. Auflage, 1970


Ganz interessant, die verschiedenen Versionen dieses Textes aus den letzten Jahrzehnten zu vergleichen...In der Version von 1993 wurde das "Wofür" wohl schon komplizierter: Der Text ist über eine halbe Seite länger, die Anrede "Wir" wurde durch "Sie" ersetzt und Afghanistan fand zu meiner Überraschung auch schon Erwähnung.
So ändern sich die Zeiten.

Montag, 23. Juli 2012

Jahresweiser

Es ist immer wieder schön in ihn hinein zu sehen oder beim Eintragen zu lesen, was an diesem Tag in den letzten Jahren war.

10 Jahre auf einen Blick.

Ich habe damals, als ich das erste Mal schwanger war, angefangen zu schreiben. Romane wie in einem Tagebuch passen nicht hinein, aber das Wesentliche, wie "Unglaublich, ich in Schwanger!" oder "Knirps hat Mama gesagt!" und noch ein bisschen mehr, passen hinein.

Gibt es bei Manufaktum. Teuer, aber lohnt sich vor allem für die Kinderjahre, wie ich finde.


Sonntag, 22. Juli 2012

Angefangen

Heute vor einem Jahr habe ich angefangen zu bloggen.

Ein Einsatz stand bevor und irgendwie erschien es mir damals hilfreich darüber zu schreiben.

Das war es dann auch.

Hilfreich für mich, um irgendwo mit meinen zwiespältigen Gedanken und Gefühlen rund um den Einsatz zu bleiben und auch um mich immer wieder aufzurappeln und nicht im Trennungstraurigsein zu zerfließen.

Und es tut mir immer noch gut, über mein Leben mit der Bundeswehr zu schreiben.
Manchmal traurige Momente, aber auch ganz viele schöne und glückliche Momente an der Seite meines Lieblingssoldaten.

Und auch, wenn ich immer mal wieder über die Bundeswehr fluche:
Flecktarn ist meine Lieblingsfarbe. ;)

Auf das nächste Jahr!

Samstag, 21. Juli 2012

Donnerstag, 19. Juli 2012

Mittwoch, 18. Juli 2012

Ein

Mädchen in seines Papas Bundeswehrparka.

Und heute ist das Mädchen (halbwegs...) erwachsen und guckt den eigenen Jungs zu, wenn sie in die viel zu große Uniformjacke vom Papa schlüpfen.

...und lachen und sich geborgen fühlen.

FzF Einsatzblog

Gerade habe ich einen - wie ich finde - sehr bewegenden Eintrag im Einsatzblog von Frau zu Frau gefunden: Soldatenfrau - Alltag nach dem Einsatz.

Es lohnt sich, dort einmal mitzulesen!


Dienstag, 17. Juli 2012

Malmann


So etwas kommt davon, wenn Sohn beim Kinderschminken zuguckt.

Da tatsächlich mal ein Mann den Job des Kinderschminkens bei der letzten Veranstaltung der Familienbetreuung übernommen hatte, war das wohl doppelt beeindruckend.

Beim Abendbrot setzte Sohn seine Beobachtungen sogleich in die Tat um und bemalte sich mit Frischkäse. "Ich bin ein Malmann", war seine Erklärung.
Das nächste Mal probieren wir das mal mit Tarnschminke... ;)


Hier

ist die Sonne. :)

Montag, 16. Juli 2012

Sommer

der keiner ist.

Aktuelles Wetter von Heute.
Wie war das noch mit der Kleidung und dem schlechten Wetter? Stimmt ja, aber helfen tut das auch nicht wirklich.


Für alle, die diese Woche Abschied nehmen müssen, passt es.
Der Himmel weint mit.

Alles Gute für euch
...und beim Wiedersehen scheint die Sonne wieder.
Von Herzen.

Neuneinhalb

Gerade habe ich einen Bericht gefunden: "Mein Vater ist Soldat - Isabellas Papa muss nach Afghanistan".
Wie ich finde, ein gelungener Beitrag des WDR für Kinder.

Alles Gute an Isabella und ihre Familie! Ich hoffe, sie und ihre Familie habe den Einsatz gut überstanden und der Papa ist oder ist bald wieder gesund bei ihnen zu Hause.




Freitag, 13. Juli 2012

Soldatenfrauen

Was meine Blognachbarin heute gepostet hat, ist wirklich ein lesenwerter, kleiner Beitrag zum Thema "Soldatenfrauen".
Schön, wenn Männer ihren "Gefechtsstand Rück" so zu schätzen wissen.

An dieser Stelle liebe Grüße an die Nachbarschaft!

Donnerstag, 12. Juli 2012

Eigentlich

wollte ich heute schreiben, dass ich den ganzen Tag nicht an die Bundeswehr gedacht habe.

Ich war bei meinem Lieblingsdrogeriemarkt und hab den Wagen mit Tonnen rosafarbener Windelkartons beladen und anschließend fein im schwedischen Einkaufsparadies mit Knirps Nr. 2 gegessen, eingekauft und mir meinen "Family-Kaffee" gegönnt. Zwei Soldaten in Uniform (welch seltener Anblick!) waren auch da, aber das war wirklich das einzig fleckgetarnte an diesem Tag.
Bis jetzt.

Ich habe gerade "Bundeswehr" als Suchwort bei Dawanda eingegeben... :)

Kosmetiktaschen aus Schiffchen, Dirndl aus Zeltplane, Yogakissen aus Flecktarn, was es nicht alles gibt! Ich bin schwer begeistert von den vielen Ideen und weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

Mittwoch, 11. Juli 2012

Burg

von Flake. Abgetarnt.

Neuestes Werk aus Juniors Künstlerwerkstatt.
Farbgebung und Gestaltung frei inspiriert von BW-Tarnnetzen. ;)

"Warum hast du das denn so angemalt?"
"Damit keiner sieht, da ist eine Ritterburg."

Tarnen und Täuschen - Grundkurs...

Dienstag, 10. Juli 2012

Heimatschutz

Mitte Juni wurde in Bremen die erste Kompanie der Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSUKr) in den Dienst gestellt (Bericht dazu hier). 
Herr Verteidigungsminister wurde eingeflogen und begrüsste die angetretenen Reservisten, die in Zukunft die Bundeswehr wie folgt unterstützen sollen:
Wach- und Sicherungsaufgaben sowie Objektschutz von militärische Anlagen oder 
Einrichtungen und Katastrophenhilfe im Rahmen des Art 35 GG.
Darüber hinaus gehört zu ihren Aufgaben u.a. die Unterstützung im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung. Weiter können die Kräfte auch zur Unterstützung bei Veranstaltungen aktiver Truppenteile oder Partnerverbände herangezogen werden und sie sollen als Mittler zwischen Bundeswehr und Gesellschaft dienen.

Warum bei dem Aufstellungsappell ein Schotte vor der Truppe marschierte, entzieht sich meiner Kenntnis. Ob das eine Anspielung auf die knappen Kassen sein sollte?

Aber nichtsdestotrotz finde ich es ganz angenehm, dass nachdem die Heimatschutzbataillone  abgeschafft wurden, etwas ähnlich Anmutendes aufgestellt wurde. Schade nur, dass man sich wieder so eine gruselig amtsdeutschsachliche Wortschöpfung ausdenken musste: Sicherungs- und Unterstützungskräfte. Für meine zivilen Ohren ziemlich gruselig. Heimatschutz hätte doch auch gereicht und jeder hätte annähernd gewusst, was das sein soll. Außerdem gäb es da doch schon so hübsche taktische Zeichen. ;)

Warum die erste RSUKp ausgerechnet in Bremen aufgestellt wurde, ist mir ein Rätsel. Die Stadt ist mir nicht wirklich für ihre Nähe zur Bundeswehr bekannt.
Als Ausgleich muss es dort wohl eine sehr engagierte Reservistentruppe geben...





Brötchen

verdienen.

Gestern habe ich alles für meine Rückkehr in meinen Beruf in die Wege geleitet. Den ganzen Papierkram abgegeben, der hier seit Wochen auf meinem Schreibtisch lag. Ich dachte ich würde mich besser fühlen, wenn der Stapel weg wäre. 

Ich fühle mich mies.

Leichte Beklemmung macht sich breit, der Ungewissheit und der Fremdbestimmtheit geschuldet, wo ich landen werde. Alles neu, neue Gegend, neue Leute, neuer Chef. Und mich zieht so gar nichts zurück in den Job, außer das Geld, dass uns langsam knapp wird.

Mir fehlt hier zu Hause nichts. Null Sehnsucht nach meiner Arbeit.
Dass es so schwer werden würde, dass ich so gar keine Lust haben würde, nach der Elternzeit wieder anzufangen, hätte ich nicht gedacht.


Hoffentlich wird es besser werden, aber ich befürchte nicht. 

Montag, 9. Juli 2012

Good

Night Angel - ein Song von Kim Carnes, den ich einfach wunderbar finde. Das Album habe ich mir vor ein paar Jahren gekauft, aber erst jetzt habe ich erfahren, warum der Song so gut zum Einsatz passt (und folglich auf meiner Heimatmelodie-Seite gelandet ist), denn Kim Carnes erzählt es in diesem Konzertmitschnitt auf YouTube:




In einem Interview mit Torgen (Sat1) hat Kim Carnes ebenfalls erzählt, warum sie diesen Song geschrieben hat: “Good night angel” came from watching a film called “Then they were soldiers” (...) I realised, that I wanted to write from the point of view of the girlfriends, the wives left behind , not of the soldiers. And put myself in the place of how would I feel, if somebody I cared about, if I loved, had gone to war. And I went to the piano, once that I knew what I wanted, and out came “Good night angel”."


Das ganze Interview kann man im Blog Torgen Extra nachlesen.

Sonntag, 8. Juli 2012

Schlussfolgerung

meines Sohnes...

Mama: "Ist ganz schön warm heute."
Sohn: "Vielleicht ist heute Sommer!"



Aber nur heute Vormittag.
Jetzt regnet es schon wieder...

Samstag, 7. Juli 2012

Sprachlos

war ich heute, als ich den Post einer Blognachbarin las.

Schon vor einiger Zeit hatte ich den Blog Zwischen Windeln und War - Mein Einsatztagebuch gefunden - nun ist der Einsatz losgegangen und ich wünsche meiner Blognachbarin, ihrem Soldaten und ihrer ungeborenen Tochter von hier aus alles, alles Gute!

Der Post Tag 1- D-Day hat mich umgehauen, sprachlos gemacht, angerührt und mich daran erinnert, dass meine Schmerzgrenze was das Verständnis für den Beruf meines Mannes anbelangt, etwas niedriger ist...









Donnerstag, 5. Juli 2012

Schlechte

Nachrichten aus Afghanistan hauen mich, trotzdem mein Soldat zur Zeit nicht im Einsatz ist, immer um.
Auf einmal ist wieder alles ganz nah und ich denke fast reflexartig: Das könnte mein Soldat sein. Er könnte einer der Verwundeten sein, ich würde die Nachricht bekommen, würde hilflos auf Neues warten, wäre hier Zuhause und nicht bei ihm.
Ein Alptraum, bei dem allein durch eine Nachricht auf der Bundeswehrseite, alle Alarmglocken angehen.

Kurzer Atem, verspannte Schultern, verkrampfter Magen.

Tief durchatmen. Alles gut bei uns.

Was bleibt ist der Gedanke an die Verwundeten und deren Angehörige.

Und ein stilles Dankgebet, weil nichts schlimmeres passiert ist.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Staatsbürger

in Uniform.
Ich muss zugeben, bisher habe ich mich mit diesem Teil der Bundeswehr nur am Rande auseinander gesetzt.
Die Innere Führung.
Komische Bezeichnung, wie ich schon immer fand. Irgendwie assoziiere ich damit Indoktrination, warum auch immer.

Nun habe ich heute gerade einen aktuellen Artikel über die "Innere Führung" gelesen.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier etwas ganz furchtbar und zwanghaft konstruiert wird. Typisch deutsch, bürokratisch, verkopft, menschenfern.
Platt gesagt, von meinem zivilen Standpunkt aus: Mist.

Aber ich gebe ihr vielleicht noch einmal eine Chance und werde mich etwas näher damit beschäftigen. Ich will wissen, was das soll.


Sonntag, 1. Juli 2012

Goodbye

Royal Fusiliers!

Am Wochenende hat sich das 2nd Battalion The Royal Regiment of Fusiliers mit einem Tag der offenen Tür aus Deutschland verabschiedet.

Es war ein wunderbarer Tag in einer sehenswerten Kasernenanlage mit toller Musik, vielen ausgestellten Fahrzeugen und dem leckersten "Chicken Korma", dass ich bisher gegessen habe. Mmmmh!













Konzert der Band des Parachute Regiments aus Colchester.










Der Große
inspiziert einen Scimitar,

der Kleine einen Leopard:

Thank you, Fusiliers und Good Luck in Cyprus!

Briten


sind irgendwie entspannter.