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Samstag, 28. Juni 2014

28. Juni 1914

Das Attentat von Sarajevo.

Krieg. Großer Krieg. Weltkrieg.

Nur 100 Jahre weit weg. 

Dienstag, 18. März 2014

Feldpost für Pauline

oder die Frage, wieviel man Kindern heutzutage vom Großen Krieg erzählen kann.
Das Buch "Feldpost für Pauline" von Maja Nielsen ist ein Versuch, etwas geeignetes zu finden, um Kindern den 1. Weltkrieg näher zu bringen. Kinder, die mit ihren 10 Jahren "World of Tanks" spielen, sich mit Nerfs beschießen und diverse Aktionserien konsumieren. Das trifft nicht auf alle zu, aber alle sehen fern, sehen dort Bilder von Krieg und Zerstörung, hören im Radio die neuesten Entwicklungen in Syrien oder auch in der Ukraine. Wieviel kann man diesen Kinder erzählen, damit sie verstehen, aber sich nicht ängstigen? Oder bin ich da zu vorsichtig?
Die Idee zu dem Thema kam von den Kindern selbst. Sie wollen wissen, wie es im Krieg war, warum es ihn überhaupt gab. Das kann ich nicht einfach abtun und finde es auch spannend, sich an Themen zu wagen, die nicht üblich sind.
"Pauline" wäre ein Weg. 
Pauline erhält mit knapp 100 Jahren Verspätung einen Feldpostbrief aus Verdun. Gerichtet ist er an ihre Urgroßmutter Pauline. Der Brief weckt Paulines Neugierde und so erfährt sie mit Hilfe ihrer Großmutter immer mehr über die Geschichte von Pauline und Wilhelm, den Verfasser des Feldpostbriefes. Parallel dazu wird von Pauline und ihrem Freund Nick erzählt, kurz auf den Bundeswehreinsatz in Afghanistan und auf das Thema Traumatisierung in Folge von Einsatzerlebnissen eingegangen.
Die Erzählung fügt die beiden Welten gut zusammen, bleibt aber auf einer sehr persönlichen, ausschnitthaften Ebene und erzählt so, für meinen Geschmack, recht wenig über den 1. Weltkrieg. Aber vielleicht ist das auch gerade richtig so. Die Geschichte ermöglicht gerade über diese persönliche Ebene einen leichten Zugang zum Thema. Es handelt sich nun einmal um ein Kinder- und Jugendbuch, empfohlen für Kinder ab 12 Jahren. 
Für meine etwas jüngere Zielgruppe muss ich den Text etwas anpassen, manche Szenen auslassen oder etwas vereinfachen. Und die Kussszenen...die müssen raus, die finden Zehnjährigen noch höchst peinlich. Kommt noch... ;) 

Maja Nielsen:
Feldpost für Pauline
Gerstenberg-Verlag 2013

Donnerstag, 30. Januar 2014

Der große Krieg

Der Beginn des ersten Weltkriegs jährt sich. 100 Jahre.
Alte Feldpostbriefe, Landkarten und Fotos erzählen in unserer Familie davon. 
Mein Urgroßvater in Frankreich. 

Für mich zu wenig Informationen, um zu verstehen. Aus der Schule nur bruchstückhafte Erinnerungen, vor allem an Remarques "Im Westen nichts Neues", an die Kriegsschuld der Deutschen und den Versailler Vertrag.

Vor ein paar Jahren fuhr ich mit meinem Soldaten nach Verdun und besuchte die umliegenden Schlachtfelder und Gedenkstätten. Noch immer fehlen mir die Worte, wenn ich an das Beinhaus denke, an die von Kratern und Gräben zerrissene Landschaft und an die Patronenhülsen die dort aus der Erde ragen. 

Zu Weihnachten schenkte ich meinem Vater "Die Schlafwandler" von Christopher Clark. Es hörte sich interessant an und die Rezensionen waren gut. 

Mir selbst fehlt leider die Ruhe für dicke Bücher und so schob ich das Vorhaben, mich über diesen Krieg zu informieren, erst einmal von mir. 

Dann stolperte ich über das Buch "Mein Opa, sein Holzbein und der große Krieg" von Nikolaus Nützel. Der Titel gefiel mir. Das Buch gefällt mir ebenso. 
Es ist Nikolaus Nützel gut gelungen, den Krieg, der so weit weg scheint, ganz nah zu bringen und mit unserem Jetzt zu verknüpfen. Es ist schnell und gut zu lesen, nichts für Profis, aber für Menschen, die sich bisher nicht mit diesem Kapitel der Geschichte auseinander gesetzt haben. Ich werde es in Teilen meinen Schülern vorlesen und wären sie älter, würde ich es sie selber lesen lassen.
Es ist kein wissenschaftlicher Diskurs und Nikolaus Nützel ist kein Historiker, aber ich finde, ihm ist ein beeindruckendes kleines Buch über den großen Krieg gelungen.  

Es hat Lust auf mehr geweckt und so habe ich mich nun doch noch an "Die Schlafwandler" von Christopher Clark gewagt.
Nicht als dickes Buch, sondern als langes Hörbuch. ;)



Sonntag, 11. November 2012

Waffenstillstand

Ein paar Fotos und Erzählungen sind in unserer Familie übrig geblieben vom großen Krieg.

So weit weg erscheint diese Zeit und doch ganz nah, wenn man zwischen den Gräbern steht.

Heute jährt sich der Tag des Waffenstillstands.

In Deutschland scheint dieser Krieg fast vergessen, der Beginn des Karnevals ist bedeutender als sich der Toten zu erinnern.

Aber unser "Remembrance Day" kommt ja auch erst noch...