Mittwoch, 30. Mai 2012

Papa war weit weg

Gerade ist ein neues Kinderbuch zum Thema "Papa im Einsatz" erschienen. Ich freue mich, dass es nun endlich so ein Buch auch in Deutschland gibt und nicht nur bei den englischsprachigen Nachbarn, wie ich hier vor einiger Zeit im Blog berichtet habe.
Das Buch "Papa war weit weg" von Daniela Malz gefällt mir sehr gut und ist für kleinere Kinder wirklich zu empfehlen. Die Texte sind klar verständlich und kurz gehalten, die Bilder sehr reduziert und nicht überladen. 
Einzig den Teil, der die Arbeit im Einsatzland beschreibt, empfinde ich persönlich als zu sehr schöngefärbt. Aber das ist meine ganz eigene Sicht und macht das Buch nicht weniger empfehlenswert.
Für mich ist das Buch von Daniela Malz eine tolle Ergänzung zu "Karl der Bärenreporter", da es sich besonders an jüngere Kinder richtet, die für "Karl" noch zu klein sind. Meinen Kindern (2 und 4 Jahre alt) gefällt es gut!
Wer sich selbst ein Bild machen möchte, hier der genaue Titel:

Daniela Malz: Papa war weit weg.
edition winterwork 2012
ISBN 978-3-86468-139-4

Kommentare:

  1. Wir haben das Buch auch.
    Ich finde sehr schön gestaltet. Meine Kinder (Tochter 5 und Sohn 2) finden es auch ganz toll.
    Die Kritik dass der Teil über den Auslandseinsatz zu "schöngefärbt" ist kann ich nicht teilen. Da das Buch ja für Kleinkinder ist finde ich es gut die schönen Sachen hervorzuheben. Die Gefahr und die negativen Seiten lösen bei Kleinkindern evtl. nur Ängste oder seelische Konflikte aus.

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  2. Da hast du recht, Ängste sollte man versuchen gering zu halten und die Kinder nicht belasten mit solchen Dingen. Ich hätte nur versucht es anders zu umschreiben, als mit "armen Menschen helfen" und Brunnen bauen. Mein Weg wäre es eher, die Einsätze Richtung "Streit" und "Streit schlichten" zu beschreiben, ein weinig an die Realität der Kinder (streiten, hauen, beißen... kenne sie denke ich alle...jedenfalls meine ;)) anzulehnen und damit zu versuchen, es zu erklären. Bevor ich es verkläre würde ich, denke ich, eher nichts erzählen.
    Vielleicht hätte es mir auch gereicht das Adjektiv "arm" einmal weniger zu lesen...
    Aber das ist meine persönliche Sicht, die wohl daher rührt, dass unsere Regierung Krieg lange Zeit mit "Brunnen und Schulen bauen" versucht hat zu verkaufen.

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  3. Wir haben das Buch auch. Ich finde es sehr toll für Kigakinder geschrieben und jemand der so ein Buch über so eine Situation schreibt, hat sich meiner Meinung nach, auch sehr viel damit beschäftigt und weiß von was er schreibt. Es ist nunmal ein Kinderbuch und keine Dokumentation. Sehr empfehlenswert.

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  4. hallo meine damen ich bin selbst soldat und habe das buch zwar bei meinem kameraden gelesen aber noch nicht selbst daheim. war gerade auf der suche nach dem buch und bin so auf diese seite gestoßen.
    ich war selbst das 2. mal im einsatz und muss sagen dass viel wahres dran ist. wir haben auch spielzeug an kinder verteilt, und ebenfalls dafür gesorgt dass in einer stadt eine schule für mädchen gebaut wurde. also ich werde das buch auf jeden fall für meinen 3-jährigen kaufen.
    kameradschaftliche grüße

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  5. Wenn ich meine Knirpse auf den nächsten Einsatz vorbereiten muss, werde ich das auch mit diesem Buch machen, ich befürchte für "Karl" und "Papa ist Soldat" werden sie dann immer noch zu klein sein...

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  6. Übrigens sehr schön, dass es auch mal einen Soldaten hier an meine Heimatfront verschlagen hat! Herzlich Willkommen!
    Ich wollte übrigens auch nicht sagen, dass Schulen, Brunnen und Co. nicht von euch gebaut/Projekte betreut werden. Nur fragt mein großer Knirps schon nach, warum Papa eine Pistole bzw. Gewehr hat und er weiß auch ganz genau, dass man damit keine Brunnen baut. Und ich denke schon, dass auch kleine Kinder die Ängste des Zuhause gebliebenen Elternteils, egal wie sehr man sich zusammen reißt, mitbekommen. Diesen Teil des Einsatzes zu erklären fällt mir dann doch schwer und da muss wohl jeder seinen eigenen Weg finden.
    Aber kleinen Kindern die Welt zu erklären, wenn man viele Dinge selber nicht versteht, ist auch nicht so einfach. Ich übe weiter... ;)
    Grüße zurück und immer Soldatenglück!

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  7. ich bin auch Soldat. Ich habe versucht mit "Karl, der Bärenreporter" und "Mein Papa ist Soldat" meinen Kindern (5 und 2) zu erklären, was ich die nächsten 6 Monate in einem fernen Land zu werde. So richtig konnten sie es nicht verstehen. Als ich bei meinen Recherchen dann auf das kinderbuch gestoßen bin, war ich sehr begeistert. das Hat selbst meine 2 jährige Tochter verstanden. Natürlich werden sie irgendwann fragen, warum ich eine pistole und ein Gewehr habe. Doch bis dahin finde ich sollte man ruhig die schönen Dinge den Kindern erklären. Es ist so schon schwer genug für sie, wenn ich nun weg muss. Also mein Fazit zu diesem Buch. Echt klasse und genau das was ich brauchte. Wäre toll, wenn noch einige Fortsetzungen folgen könnten. Gruß ein Vater ein Ehemann und Soldat.

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  8. Für "Karl" und "Mein Papa ist Soldat" waren meine Beiden auch noch zu klein, besonders der Große (damals 3,5 Jahre alt) konnte sich überhaupt nicht drauf einlassen und ich glaube, er brauchte das für sich auch nicht. War nicht sein Thema, kam mir so vor. Im reichte es, dass Papa weit weg arbeiten musste. Mehr wollte er, so schien es mir, auch gar nicht wissen. Das war dann auch okay und ich war auch ganz froh, dass ich nicht zu viel erklären musste. Aber ich bin ebenfalls sehr erleichtert, dass es nun auch auf dem deutschen Markt ein Buch für die Knirpse unter den Soldatenkindern gibt!
    Ich wünsche für den kommenden Einsatz alles, alles Gute, viel Soldatenglück und eine gesunde Heimkehr! Und alles Gute auch für Ihre Familie!

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  9. Hallo Zusammen, ich habe das Buch "mein Papa war weit weg" nun auch Zuhause. und ich bin so glücklich darüber das es ein Buch gibt für die ganz kleinen. ich habe auch andere Bücher für Kinder gelesen und meine Motte (3 jahre) ist einfach zu jung für diese Bücher. uns steht ein 7 monate lange Einsarz bevor und es ist unser 1. ich bin froh meiner Maus es in Form eines Buches mit Bildern und nicht so viel Text kindgerecht zu übermitteln. ich finde es klasse. von den bildern bis zum text. und ich muss den anderen recht geben. warum soll ich meiner kleinen von den schlimmen dingen da erzählen und sie damit noch mehr verunsichern. das buch ist für die ganz kleinen und somit auch die einsatzaufgaben einfacg toll beschrieben. die autorin hat eigene kinder und das buch geschrieben so wie ihre kinder es erleben und am besten verstanden bzw verstehen. ich finde es klasse und werde es jedem weiter empfehlen. großes lob an die autorin.

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  10. Vielen Dank für den tollen Tipp!! Und wenn ich hier so die Buchrezensionen lese, dann scheint es ja wirklich was für die Kleinen zu sein.
    Anmerkung an mich: Nächste Woche im Buchladen vorbeischauen...
    Liebe Grüße und einen schönen Abend!

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  11. Wir haben das Buch heute zugeschickt bekommen und gleich reingelesen. Im Großen und Ganzen, ja es ist wirklich für die kleinen Knirpse geeignet und ja, es ist schön aufgemacht. Das es die Arbeit der Soldaten vorort verharmlost finde ich nicht schlimm.
    Ein wenig geschmunzelt habe ich über die Seite, in der die kaputte Waschmaschine von zwei Soldaten nach Anruf der Mama weggetragen wurde. Sehr süß... aber bitte total unrealistisch. Bei so einem Anruf als Mama in der Kaserne, wirst du höchstens gefragt, ob du noch alle Tassen im Schrank hättest... ;-)

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  12. Würde ich auch meinen, ist aber wohl von Standort zu Standort unterschiedlich. Uns habe sie solche "Hilfsdienste" auch angeboten und sehr klar gemacht, dass wir uns in solchen Fällen immer an die Familienbetreuung wenden können. Die würden das dann regeln.
    Ich nehme mal an, dass Daniela Malz das selbst oder in ihrem Bekanntenkreis so erlebt hat.
    Wäre schön, wenn das überall so wäre!

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  13. "Ich nehme mal an, dass Daniela Malz das selbst oder in ihrem Bekanntenkreis so erlebt hat."
    Das macht Sinn, stimmt.

    "Wäre schön, wenn das überall so wäre!" Ja es wäre wirklich eine große Hilfe, wenn das überall so selbstverständlich wäre. Jedenfalls würde es doch einiges erleichtern.

    "...ist aber wohl von Standort zu Standort unterschiedlich" Das hat mir mein Mann auch erklärt, anscheinend waren wir wohl immer an den "falschen" Standorten.. ;-)

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  14. Also ich kann nur bestätigen, dass eine gute kompanie alles für ihre soldaten im einsatz tut. das hat auch was mit zusammenhalt, kameradschaft und betreuung zu tun. schließlich ist das familienbetreuungszentrum nicht an jedem standort. aber die kompanie ist da. naja wenn man am standort wohnt. aber das muss halt jeder für sich selbst entscheiden.
    jedenfalls,dir rubikon kann ich nur sagen. du hast wohl doch die falsche kompanie

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