Montag, 27. Juni 2016

Stolz und Angst

Vor Kurzem fragte mich jemand, was ich sagen würde, wenn meine Kinder Soldaten werden wollten. 
 
Ich sagte etwas wie, ich würde es nicht verhindern, ich würde sie unterstützen und würde mit den negativen Seiten leben müssen. All das hörte sich furchtbar negativ an, war aber gar nicht so gemeint und ich muss seit dem Tag immer wieder an die Frage und meine Antwort zurück denken. 
Im Nachhinein finde ich die Frage sonderbar. Als wäre es anstößig und schlecht, wenn die Kinder Soldaten werden wollten. 
Ist es das?
Nein.
Was würde ich fühlen, wenn meine Jungs in Uniform vor mir stehen würden?
Stolz.
Angst.
Ich wäre stolz und ich hätte Angst um sie. 
Darin unterscheide ich mich in nichts von den Müttern meines Urgroßvaters, meines Großvaters und meines Vaters.
Nur, dass die Worte "Stolz" und "Soldat" in unserer heutigen Zeit leider selten in einem Satz gesagt werden. 
Ich werde das in Zukunft öfter tun.

Samstag, 25. Juni 2016

Zur Zeit

 kämpfen wir uns wieder durch einen mehrwöchigen Lehrgang. Alles aber halb so schlimm, denn ab und zu nimmt sich mein Soldat die Zeit, nach Hause zu kommen. Für die Kinder ist das immer doppelt schön, da er nie ohne kleine Geschenke nach Hause kommt. Das letzte Mal gab es auch eines für mich.
Ansonsten ist es ruhig. Die Ferien haben begonnen und ich versuche etwas runterzufahren. Tee trinkend in Schlupfklamotten ein gutes Buch lesen, Teil XY einer meiner Lieblingsserien sehen, den Kindern beim Spielen zugucken oder mal 15 Minuten die Augen zu machen. Einfach nur zu Hause sein.


Samstag, 11. Juni 2016

Tag der Bundeswehr


Am Tag der Bundeswehr haben wir uns für die kinderkompatibelste Variante entschieden: Panzer gucken. 
Die Jungs waren begeistert und fachsimpelten begeistert mit. 
War ein wirklich schöner Tag.

Die Aufregung über Soldaten, die es wagten, interessierten Kindern eine Waffe zu zeigen, fand ich übrigens so unnötig, wie 'nen Kropf. Es zeigt einzig mal wieder, wie negativ die Einstellung unserer Politiker und einiger friedensbewegter Schlafwandler zu unserer Armee und zum Militär allgemein ist. Wenn selbst Frau Verteidigungsministerin nicht einmal den - Tschuldigung - Arsch in der Hose hat, hier Rückrad zu beweisen, kann ich einfach nur den Kopf schütteln. 
Aber in einem Land in dem Soldaten folgenlos als Mörder bezeichnet und Polizisten beleidigt werden dürfen, weil das "Meinungsfreiheit" ist, wundert mich sowieso nichts mehr.
Ich frage mich nur, woher in Zukunft unsere Soldaten herkommen sollen. Ich meine SOLDATEN und nicht Arbeitnehmer, deren Jobkriterium ein Flachbildschirm auf der Stube ist. 

Alles in Allem war unser "Tag der Bundeswehr" aber ein schöner Tag. Noch schöner wäre es allerdings, wenn die Bundeswehr nicht verstecken müsste, was der Kern des Soldatenberufes ist: Für die Interessen seines Landes mit Waffengewalt zu kämpfen und zu töten. Ein Land (und seine Politiker), das sich eine Armee leistet und seine Soldaten in Einsätze schickt, sollte zumindest so ehrlich sein, dazu zu stehen.

Donnerstag, 2. Juni 2016

Gartenarbeit

Am Wochenende ging es mit den Jungs in den Garten. Wir haben uns zwei Hochbeete angelegt, um etwas wachsen zu sehen und zumindest den Salat zeitweilig im eigenen Garten ernten zu können. 
 
Mittlerweile ist alles bepflanzt und die Kinder und ich sind gespannt, ob es etwas wird mit unserer kleinen Gemüseauswahl aus dem Garten!