Montag, 30. April 2012

Leichtes

Schuhwerk gibt es auch
bei der Bundeswehr.

;)

Kampfstiefel

stehen bei uns eigentlich überall herum. Die kleine Auswahl auf dem Foto ist nur die Spitze des Eisbergs. Aber die Dinger sind auch einfach vielseitig und praktisch und damit ein gut zu zivilisierender Teil der Bundeswehruniform. Damit geht fast alles und so bin ich mittlerweile Besitzerin einer stattlichen Sammlung, die der meines Soldaten in nichts nachsteht. Insgesamt ist mein Schuhrepertoire natürlich noch etwas umfangreicher...Frau will ja auch mal etwas zarter auftreten....
Wie sich meine Füße wohl fühlen würden, wenn ich die Ledermonster den ganzen Tag tragen müsste? Mh, am besten wohl in den alten braunen Bundeswehrstiefeln aus den 70ern, die immer noch meine erste Wahl - weil tatsächlich bequem - sind. 
Ich bin aber auch eine verdammte Nostalgikerin. ;) 


Sonntag, 29. April 2012

Beendet

ist er nun, dieser Einsatz: Das Einsatznachbereitungsseminar ist vorbei und damit für meinen Soldaten der letzte Termin, der mit seinem Einsatz zusammen hängt. 

Ich war sehr gespannt, was mein Soldat über das Seminar erzählen würde. 
Viel Zeit für wenig Inhalt, würde ich vorsichtig formulieren. Wohlgemerkt, das sind meine Worte...

Als Sozialstudie wohl ausgesprochen interessant, aber als Nachbereitung (das ist ja eh schon ein recht schwammiger Titel) eher - sagen wir mal - wirkungsfrei. Allerdings auch ohne unerwünschte Nebenwirkungen, wie ich an meinem Soldaten positiv beobachten kann. 

Das Moderatorenteam war wohl gut und auch engagiert, vertraut mit Einsätzen und Seelsorge. Woran es liegt, dass dennoch wenig bei diesem Seminar rüber gekommen ist und wenig effektive Zeit genutzt wurde, kann ich nur spekulieren. Möglicherweise ist es das unklare Ziel, die Frage "Was soll das"? Was ist - pädagogisch ausgedrückt - das Lernziel des Ganzen? Mir hat sich das vorher nicht erschlossen, nachher noch weniger. 
Vielleicht ist es einfach die Idee, noch einmal etwas gemeinsam zu machen. Ein bisschen Seminar, damit es einen offiziellen Charakter hat, die Kosten übernommen werden und fertig.
Aber macht es einen Sinn, etwas gemeinsam zu machen, wenn keine kompletten Einheiten in den Einsatz gehen? Wenn man die Leute später gar nicht mehr wieder sieht, weil sie über ganz Deutschland verteilt sind?
Aber immerhin: Es hat wohl nicht geschadet, aber wobei es nutzen sollte, entzieht sich meinem Verständnis. 
Das ist allerdings bei einigen Dingen im Bezug auf die Bundeswehr so...
Nix Neues also.

Ist es für mich auch beendet?
Was würde ich auf einem ENBSeminar erzählen? 
Ich würde sagen, dass es mir diesmal viel leichter gefallen ist, den Einsatz abzuschließen. Ich habe es diesmal schon nach wenigen Tage gekonnt. Allerdings bin ich noch eine Weile immer wieder in den "Einsatzmodus" verfallen, sobald mein Soldat dienstlich unterwegs war. Da war es dann sofort wieder da, das Gefühl allein zu sein...allerdings gepaart mit dem Gefühl "Heute Abend kann ich mal in Ruhe einen Film gucken" ;)

Dieser Einsatz ist für mich vorbei.

Ich ertappe mich manchmal dabei zu denken: "Wann geht es wieder los?", aber das beschäftigt mich nicht lange. Ich habe einfach überhaupt keine Lust, mir dadurch die Laune verderben zu lassen. Das Leben ist so schön!

Ich werde es erfahren. Früh genug.





Samstag, 28. April 2012

Füße

hoch.
So lasse ich mir das gefallen:
Wochenende, Sonne, Buch.

Und das Beste: Kind 1 beschäftigt sich selbst, Kind 2 schläft.
Schön!

Samstag, 21. April 2012

ENBS

oder Einsatznachbereitungsseminar. Fast 3 Monate nach dem Ende des Einsatzes.
Ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll.
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie ein solches Seminar das sogenannte Nachbereiten bewerkstelligen soll. Noch dazu 3 Monate nach dem Einsatz. Ich sehe da keinen Sinn. Aber vielleicht sichert sich die Bundeswehr auch einfach nur ab frei nach dem Motto "Wir machen was". Ketzerisch gesagt so eine Art Konfusfahrt in Uniform. Da musste auch jeder mit und abends wurde heimlich Bier getrunken - der beste Teil des Ganzen. ;)
Ich bin sehr skeptisch und versuche mich immer wieder in die Lage meines Soldaten zu versetzen. Wie würde ich solch ein Seminar finden?
Ein gewisser Grad an Offenheit gehört denke ich dazu, damit eine Nachbereitung einen Nutzen hat. Wäre ich dazu bereit? Offen zu reden mit Menschen, mit denen ich arbeite? Innerhalb der doch sehr hierarchischen Strukturen der Bundeswehr? In einem System, in dem ich weiter arbeiten möchte und vielleicht Karriere machen will? Würde ich mich an einem solchen Seminar beteiligen wollen oder auch nur Interesse haben, daran teilzunehmen?
Ehrlich gesagt, wenn ich dabei an meine eigene "Firma" denke: Nein.
Ich bin mal gespannt, was mein Soldat erzählt.

Donnerstag, 19. April 2012

Einsatzspiel

oder wie Sohnemann immer noch mit dem Einsatz beschäftigt ist.

Seit ein paar Wochen wird bei uns immer wieder ein Spiel gespielt, das "Einsatzspiel". Unser großer Sohn kündigt an: "Ich muss wieder in den Einsatz", und steht mit gepacktem Rucksack vor mir.

Beim erstem Mal war ich zunächst sprachlos, nun spiele ich das Spiel mit, verabschiede mich formvollendet bei ihm und lasse ihn gehen. Kurze Zeit später kommt er dann zurück ins Zimmer, fällt mir in die Arme und antwortet auf meine Frage hin, was er alles erlebt hätte, ausführlichst mit allerlei ausgedachten Abenteuern. Letztes Mal traf er im "Einsatz" Michel aus Lönneberga und Bauer Jan mit seinem kleinen roten Traktor...
Anschließend beschenkt er seinen Bruder und mich mit den Dingen, die er zuvor in seinen Rucksack gesteckt hatte.

Kleiner, tapferer Kerl.


Montag, 16. April 2012

Radmuttern

Schon wieder gibt es einer Fall von losgedrehten Radmuttern im Umfeld der Kaserne.
Soll das ein Scherz sein?
Ich finde das nicht lustig.
Letzten Sommer, nach dem Besuch einer Kaserne zum Tag der offenen Tür, fuhren wir mit beiden Kindern nach Hause und stellten fest, dass die Radmuttern vorn nur noch lose auflagen. Pannen beim Radwechsel waren ausgeschlossen. Bis wir darauf kamen, was es sein könnte, was die Geräusche verursacht, waren wir schon etliche Kilometer gefahren. 100 km/h, Landstraße.
Ich möchte nicht daran denken, was hätte passieren können.



Montag, 9. April 2012

Feuer

Sonne und ein Bierchen unter Freunden.


Schön wars gestern an unserem Osterfeuer.


Wie jedes Jahr Ostern wurde feierlich gekokelt
und reichlich heidnisch übers Feuer gesprungen.
Sollte nun klappen mit dem Glück,
dem Frühling
und dem Rest des Jahres.


Tschüss, Winter!

Sonntag, 8. April 2012

Ostern

Ich wünsche allen Soldaten und deren Angehörigen frohe Ostern und ruhige Ostertage in der Heimat und ganz besonders im Einsatz.

Ich hoffe, dass alle Angehörigen, deren Männer, Frauen, Mütter, Väter oder Kinder sich derzeit im Einsatz befinden, ihre Lieben bald wieder gesund und glücklich in die Arme nehmen können.



Donnerstag, 5. April 2012

Zwei

an einem Tag.

Schöner Film!
Habe gerade Rotz und Wasser geheult.
Genau das Richtige für meinen Strohwitwen-Abend.
Wenn ich wiedergeboren werde, dann bitte in Gestalt von Anne Hathaway.
Vielen Dank an Evie,
die mich mit einem ihrer Blogposts
auf die Idee gebracht hat,
den Film zu gucken!

Mittwoch, 4. April 2012

Fernsehprogramm

Gestern habe ich mir eine Fernsehzeitung gekauft. Ich dachte, dass wäre angebracht bei der Fülle der Filme, die über Ostern im Programm sind. Immerhin könnte ja etwas dabei sein, was sich aufzunehmen lohnt.
Ich kam bis Ostermontag, 20.15 Uhr.
Ich hatte schon von der angekündigten "Einsatz-Komödie" gehört, aber dass es so schlimm kommen würde, habe ich nicht gedacht.

Hat sich mal jemand beim Sender Gedanken darüber gemacht, was vor zwei Jahren Ostern passiert ist? Ein Wunder, dass sie den Film nicht schon an Karfreitag zeigen. Wenn ich daran denke, wird mir ganz schlecht.

Ganz besonders "gelungen" ist übrigens auch die Werbung für den Film auf der letzten Seite meiner Zeitschrift: STOP WAR - MAKE FUN! Da fällt mir wirklich nichts mehr ein, außer dass ich da keinen "Fun" mehr verstehe.

Überlasst das doch einfach den Amis und Briten, die können das wenigstens: Sich lustig machen über den Krieg. Wie wäre es für den Anfang mit einer ernsthaften Auseinandersetzung mit unserer deutschen Armee im Einsatz. Trennung, Krieg, Leid, Tod. Aber so etwas ist wohl zu schwere Kost für unsere Mitmenschen. Dafür ist der letzte Krieg schon zu lange her.

Die Kritik in meiner Fernsehzeitung besagt nicht viel Gutes und so bin ich hin und her gerissen, ob ich mir den Film ansehe, um zu sehen, wie schlecht er wirklich ist. Am sinnvollsten ist es vielleicht, den Film unter dem komödiantischen Aspekt zu betracht und sich einfach über die Regie- und Ausstattungsfehler zu belustigen. War schon immer spaßig die falschen Dienstgradabzeichen zu finden oder verkehrt getragenen Kragenspiegel. Hat einen ganz besonderen Spaßfaktor.

Und wenn auch das nichts nützt, empfehle ich mein persönliches Fernsehhighlight an diesem Tag: "Thomas Crown ist nicht zu fassen" mit Steve McQueen, the King of Cool. *schmacht* ;)
Das hat meine Laune schlagartig gehoben und mir den Ostermontag wieder schmackhaft gemacht.
Danke, ARTE.

Sonntag, 1. April 2012

Gefunden

hat mich heute ein Lied:

The Longer The Waiting (The Sweeter The Kiss) von Anna Ternheim, feat. Dave Ferguson
aus dem Album "The Night Visitor" von 2011


Wieder ein Stück, das zu Einsatz und Trennung und somit auf meine Heimatmelodie-Seite passt...
Ich finde es wunderschön.