Montag, 29. Dezember 2014

Einsatzwochenende #14


Zwischen den Jahren steht die Zeit irgendwie still. Einerseits ist es schön und gemütlich, ohne Hektik in den Tag zu starten, andererseits bekomme ich langsam das Gefühl auf der Stelle zu treten und es fällt schwer, die Tage zu füllen. Mein eigener Impuls an solchen Tage: Im Bett oder auf dem Sofa bleiben, Tee trinken, vorzugsweise alte Filme gucken. Den ganzen Tag. 

Nun, diesen zweifelhaften Luxus kann ich mir mit zwei Jungs nicht mehr leisten. Zum Vorteil aller Beteiligten muss zwischendurch Energie abgebaut werden. Spazieren gehen, Gokart fahren, rennen und klettern. Das Wetter war endlich herrlich winterlich kalt und sonnig und wir genossen die frische Luft um die Nasen. 

Danach machten wir es uns alle zusammen auf dem Sofa gemütlich, denn ich hatte vorgesorgt. In weihnachtsserienfreien Zeiten, werden die alten Serien halt wieder heraus gekramt: Silas. Die Jungs finden die Geschichte genauso großartig wie ich damals und so macht es mir doppelt so viel Spaß, sie heute wieder zu gucken.

Abends gönnte ich mir dann noch den besten Weihnachtsfilm aller Zeit:
Ist das Leben nicht schön? von Frank Capra. 

Und ja, es ist schön! 




Samstag, 27. Dezember 2014

Hinter uns

liegt Weihnachten und übrig geblieben ist der Wunsch, dass wir den nächsten Heiligabend wieder zusammen feiern können.
Weihnachten kam mir dieses Jahr unpassend und falsch vor. Es war schön für die Kinder und schön, die Freude und Aufregung in ihren Augen zu sehen. Aber ich war abends einfach froh, ins Bett gehen zu können. Ein bisschen erkältet, ein bisschen traurig und wehmütig und dann noch Weihnachten: Ich war nicht zum Feiern aufgelegt. Es fiel diesmal schwer, nicht an den Einsatz zu denken oder zumindest trotzdem zu lachen.
Aber dafür hilft es jetzt umso mehr, nach vorne zu sehen: Das Maßband ist nur noch wenige Zentimeter lang und der Boden meiner Teebeutelschachtel ist bereits zu sehen.
Wir haben es bald geschafft!

Dienstag, 23. Dezember 2014

Morgen

ist also Heiligabend.
Mir ist danach, mich zu betrinken und den Pegel über Weihnachten zu halten.
Ich mag nicht Weihnachten feiern. 
Alle Weihnachtsfilme haben nichts gebracht, jedes Happyend deprimiert mich irgendwie und ich befürchte, es wird mit der Weihnachtsstimmung dieses Jahr nichts mehr.

Volltrunkenheit lässt sich allerdings nicht mit zwei Knirpsen vereinbaren und ehrlich gesagt, bin ich zu alt, um sowas länger als einen Abend zu überleben. 

Also werde ich mich über die Schokoladen-  und Chipsbestände hermachen, tapfer weiter Weihnachtsfilme gucken und mich über unsere aufgedrehten Jungs freuen, die den morgigen Abend kaum erwarten können. 

Montag, 22. Dezember 2014

Einsatzwochenende #13


Im Moment scheint ein Wochenendpost kaum geschrieben, dann kommt der nächste...schön, wenn es so bleiben würde. Die restlichen Wochenenden kann ich mittlerweile an einer Hand abzählen und das ist ein verdammt gutes Gefühl. Anderseits wächst mit jedem vergangenen Tag die Angst, dass jetzt am Ende noch etwas passieren könnte. Merkwürdig, denn diese Angst hatte ich bisher nur wenig. Vielleicht ist es auch einfach meine Angewohnheit, mich nie zu sehr zu freuen, ob der Angst, es könne doch noch etwas dazwischen kommen.

Das Wochenende war schön und geprägt vom "Feriengefühl": Lange im Bett liegen bis die Jungs zu quirrlig wurden und frische Luft brauchten. Wir haben uns einen Tannenbaum besorgt, sind mit einer Museumseisenbahn gefahren, haben Weihnachtslieder gesungen und noch einmal Kekse gebacken. Schwedische Pfefferkuchen, "Pippi-Langstrumpf-Kekse", wie wir sie nennen. 

Den 4. Advent habe ich dann mit meiner ältesten Freundin verbracht. Das hat so gut getan! Ich wünschte, wir würden näher zusammen wohnen und es lägen nicht 500 km zwischen uns.




Dienstag, 16. Dezember 2014

Mach mit und sag:

Wir denken an Euch...
Onlinegrüße mit einer gelben Schleife an Soldaten im Einsatz und ihre Familie in der Heimat
könnt ihr bei Solidarität mit Soldaten schreiben! 

Macht mit und zeigt ihnen, dass wir an sie denken!


Montag, 15. Dezember 2014

Einsatzwochenende #12


Wieder ein Wochenende geschafft. Das Zwölfte. 

Wieder war es nur teilweise erholsam und oft anstrengend.  Die Tage waren gefüllt mit Streitigkeiten der Jungs und gefährlichem (bei dem man schon das Krankenhaus vor Augen habt) und stressigem (nach dem man putzen und alles wieder sauer machen muss) Blödsinn. 
Aber es gab auch viele schöne Momente:
Tage zählen mit meinem Dr. Hauschka-Adventskalender (hab ich mir gegönnt), gemeinsame Schwimmspiele mit den Jungs beim "Eltern-Tag" des Schwimmkurses, gemeinsames Kochen, Essen und Waffenbacken mit Oma und Opa, einer kurzen "Pause" mit meiner Nähmaschine, in der ich mir einen neuer Pullover schneiderte und ein Sonntagsspaziergang mit den Jungs bei wunderbarem Sonnenschein. 

Das hört sich doch ganz gut an, oder?

Ansonsten fällt es im Moment wieder schwer, bei Laune zu bleiben und das "Weitermachen" ist nicht so einfach. Langsam wird der Einsatz lang...
Aber es hilft nichts.
Also freue ich mich über die U40 und das Ankommen in den 30ern, kuschle mich mit dicken Socken ins Bett und hoffe, dass sich die Tage bis zum Wiedersehen nicht zu sehr hinziehen, sondern schnell vergehen!

Sonntag, 7. Dezember 2014

Einsatzwochenende #11

Sonntagabend, bei den Kindern Zeit fürs Bett. Waschen, Zähneputzen, Geschichte vorlesen, dann wird es hier ruhig im Haus.

Wieder ein Wochenende geschafft!

Ein Wochenende mit Feuer und Glühwein (hört sich idyllisch an, war aber anstrengend, weil die Jungs Brandschutz für unnötig hielten), einem Kind, das Gemüsesuppe kochte (fast allein) und mit Radio Andernach, das tatsächlich Lita Ford mit "Kiss me deadly" und Skid Row mit "18 and life" spielte (Wo gibts denn sowas? Großartig! Instant Anti-Aging ;).

Und nun ab ins Bett, damit ich morgen ausgeruht eine weitere Woche in Angriff nehmen kann. 



Freitag, 5. Dezember 2014

U50...

Wir sind in den 40ern...

und ich muss an dieses wunderbare Lied denken:


Mir gehts gut - Heinz Rühmann mit Hertha Pfeiler, 1940


Mir gehts gut, ich bin froh

Und ich sag dir auch wieso 
Weil du mich gut verstehst.
Und mit Rat und mit Tat
als mein guter Kamerad
mit mir durchs Leben gehst.
Ich will Freud und auch Leid mit dir teilen
Ohne dich fang ich gar nichts mehr an.
Mir gehts gut, ich bin froh
und ich sag dir auch wieso
Weil ich dein Freund sein kann.

Der Nikolaus

kommt 
und Sohnemann hat seine besten Schuhe rausgestellt.


Raus

aus dem Loch.
Aus dem Ich-Habe-Keine-Pause-Und-Zeit-Für-Mich-Einsatztief haben mir ein Wellnessnachmittag mit dem großen Sohnemann in der Sauna, liebe Mitteilungen und Briefe im Forum FzF und ein Nachmittag in der Stadt und auf dem Weihnachtsmarkt geholfen. Einmal durchatmen und wissen, dass man nicht allein ist. Tut gut.

Und wieder habe ich gemerkt, wenn der Tiefpunkt erreicht ist, bin ich meist schon fast wieder oben. 
Gut zu wissen. Positiv denken.
Muss ich mir unbedingt fürs nächste Mal merken!