Donnerstag, 28. Juni 2012

Onlinegrüße

mit einer gelben Schleife an Soldaten im Einsatz und ihre Familien in der Heimat...

Geht ganz schnell, einfach und kommt gut an!

Online sagen "Wir denken an Euch"
kann man unter Solidarität-mit-Soldaten.de



Fußball

hatte ich mir heute Abend so entspannend vorgestellt. Tüte Chips, Bierchen, Ruhe.
Mann nicht da, Kinder im Bett.

Jetzt sitze ich hier mit meinem Jüngsten, weil der nicht einschlafen will, teile meine Chips und muss ständig das Fernsehprogramm verteidigen, weil er "Feuerwehrmann Sam" besser findet als Fußball.

Frauen und Fußball...




Tarnen

und Täuschen.

Die Jungs schlagen sich ins Gebüsch.

Ich darf suchen.

Manchmal finde ich sie... ;)


Falsch

herum,
aber immerhin selber angezogen.

Er wird groß, der Kleine.

Mittwoch, 27. Juni 2012

Solidarität

oder besser die fehlende Solidarität mit unseren Soldaten, beschäftigt mich gerade wieder sehr.

Ich glaube der Grund, dass weite Teile der Bevölkerung nicht hinter unserer Armee stehen, liegt zum Teil darin, dass viele dem Weg von "Nie wieder Krieg" zur Einsatzarmee nicht folgen konnten.
So wie ich.
Der einzige Unterschied ist, dass ich mit dem Militär aufgewachsen und mit einem Soldaten verheiratet bin.

Meine Großeltern und Eltern und alle anderen dieser Generation sind mit den Bildern des Krieges aufgewachsen. Die nachfolgenden Generationen erlebten und erleben bis heute, wie alles was mit Militär zu tun hat, in Schule, Medien und Politik ohne Differenzierung verteufelt, als schlecht und verabscheuungswürdig gebrandmarkt wurde und wird.

Wie kann man von einer so erzogenen Bevölkerung auf einmal erwarten, dass sie hinter unseren Soldaten und damit der Bundeswehr steht?
Ich glaube das ist ein Lernprozess, der - wenn überhaupt - nur mit aktiver Unterstützung der Politik und Medien gelingen wird. Wenn man das will. Will man das?


Ich freue mich, dass das Thema Soldaten und Einsatz immer mehr einen Platz in den Medien zu finden scheint. Kommt es mir nur so vor oder werden es immer mehr Beiträge, die sich mit dem Thema beschäftigen?

Ein gutes Gefühl, das mich glauben lässt, dass es doch den ein oder anderen interessiert, dass unsere Soldaten, in unser aller Namen, ihr Leben riskieren.


Montag, 25. Juni 2012

Leider

gibt es das zur Zeit zu wenig.
Mir fehlt das. Einfach die Freiheit zu haben. Einfach losfahren, egal wohin. Einfach im Bett bleiben, wenn uns danach war. An niemanden denken müssen, außer an uns.
Es ist wunderbar Kinder zu haben, aber die Verantwortung, die man damit übernommen hat, kann man nicht abgeben. Nie. Das Gefühl ist immer da. Und selbst wenn wir mal allein unterwegs sind, ist es nicht mehr dasselbe.
Manchmal wünschte ich, wir könnten mal wieder einen Abend ohne Kinder verbringen - wie früher, nur wir zwei.

Blognachbarinnen

in Übersee.

Auf der Suche nach neuen Blogs "von der Heimatfront" bin ich über diesen Blog einer Amerikanerin gestolpert: Household 6 Diva 
Klickt man dort auf "Blogging Community" oder "Military Spouse Blogger" findet man eine riesige Liste von Blogs amerikanischer Angehöriger und auch ein paar Links zu kanadischen, französischen und britischen Blogs von Soldaten-Angehörigen.
Fand ich ganz interessant und geeignet, sich so manche Nacht um die Ohren zu hauen... ;)

Sommer

2012


Nein, wir sind nicht an der See.
Nein, das ist kein lauwarmes Meerwasser.

Und

wieder eines.

Ganz ehrlich: Der Feldanzug
gefällt mir besser.   ;)

Sonntag, 24. Juni 2012

Watfähig

Kinder können auch dem schlimmsten Wetter etwas positives abgewinnen:
Der Jüngste testet die Watfähigkeit seines Treckers.

Die zulässige Wattiefe seiner Gummistiefel wurde im Eifer des Gefechts leicht überschritten. ;)

Freitag, 22. Juni 2012

Abgetarnt

Auf meine Frage, was das denn nun solle, antwortete der Große: "Der soll aussehen wie ein Panzer."
:)

Fuhrpark

- diesmal nicht BW.
Trotzdem grün.

Derzeit favorisierte
Fortbewegungsmittel
der Jungs.

Stundenplan

Jeden Tag derselbe Ablauf. Fast.
Scheint den Knirpsen zu gefallen und mich macht es auch etwas ruhiger. Dabei - für die seltenen ruhigen Momente - meinen Kindle und ab und zu einen Kaffee.
So lässt sich das zur Zeit ganz gut aushalten.
Und so sind wir recht entspannt durch wieder eine Woche ohne unseren Soldaten gekommen.
Die Wiedersehensfreude war heute besonders beim Kleinen riesig. Immer wieder schön und anrührend das zu beobachten.

Dienstag, 19. Juni 2012

Da

ich zwar gerne unsere Elf beim Fußball unterstütze, aber die wahre Nationalmannschaft in Deutschland viel zu wenig Unterstützung erhält, trägt meine Deutschlandflagge nun gelb.



Vielen Dank an die Firma Weserflaggen aus Höxter!

Kritik

an der Rede des Bundespräsidenten an der FüAkBw gibt es genug.
Hier eine lesenswerte von Daniel Lücking: Nur die halbe Wahrheit, Herr Bundespräsident

Sonntag, 17. Juni 2012

Ablenkung

vom Trennungsschmerz.

Hat geholfen.

Bin gerade fertig geworden.
Soldat ist gut angekommen.
Deutschland hat gewonnen.
Mir gehts gut.

Mutbürger

in Uniform

Unter dieser Überschrift ist heute ein Artikel in der "Welt am Sonntag" von Cora Stephan erschienen.
Absolut lesenswert!
Bei "Welt Online" kann man den Artikel im Netz finden.


Freitag, 15. Juni 2012

Dienstschluss

Freitag, Wochenende!
Die Woche ist überstanden und war gar nicht so schlimm. Wie immer ist es der Abschied, der am schwersten ist. Die erste Nacht, der erste Tag - keine Zeit für Überschwänglichkeit, aber immerhin, es klappt einigermaßen. Startschwierigkeiten gehören wohl dazu.
Danach rennen die Tage und wie immer ist nichts erledigt von dem, was ich mir für die einsamen Abende vorgenommen habe. Aber das kenne ich schon und so langsam nehme ich von meinen "To-Do-Listen" im Kopf Abschied und versuche einfach das zu tun, was mir gerade einfällt. Klappt auch.
Für das Wochenende habe ich mir dann aber doch mal etwas vorgenommen: Eine Gutscheinkarte aus dem Einsatz einlösen. :)

Donnerstag, 14. Juni 2012

Mr. Darcy

Heute fällt das Bloggen wegen eines gewissen Mr. Darcy aus. Gerade habe ich festgestellt, dass ARTE die BBC-Verfilmung von "Stolz und Vorurteil" mit Colin Firth wiederholt.
Da bleibt die Küche kalt und die Kinder werden mit Kurzprogramm ins Bett gesteckt. ;)

Übrigens wiederholt ARTE alle Folgen der Mini-Serie ab dem 20. Juni.
Da bin ich dann auch wieder unpässlich... ;)

Mittwoch, 13. Juni 2012

Fotos

und ein paar Aufzeichnungen sind alles, was übrig geblieben ist.
Übrig geblieben von den Erlebnissen meines Urgroßvaters und seiner Söhne als Soldaten im Krieg.
Wie schon mehrfach vorher mache ich mich im Moment wieder auf die Suche, ihre Wege durch den Krieg zu finden.
Fotos ordnen, Anhaltspunkte finden, Personen identifizieren, alte Handschriften lesen, Orte auf Landkarten suchen.
Eine spannende Detektivarbeit. Dennoch werden viele Lücken bleiben und wie so oft bin ich traurig, dass ich meinen Großvater nicht mehr fragen kann.
Es ist schade, dass die Menschen seiner Generation ihre Erlebnisse so wenig erzählt haben, denn mittlerweile scheint es keine Bedeutung mehr zu haben, wie sie wirklich waren.

Montag, 11. Juni 2012

Übungen

und Lehrgänge.

Sie beschränken unser Familienleben immer wieder mal - wenn überhaupt - auf die Wochenenden.
Temporäre Wochenendehe.

Allein der Gedanken, dass das irgendwann zu unserem Alltag werden wird, macht mir Angst.

Andererseits höre ich bei jeder Übung oder jedem Lehrgang dieses Flüstern in meinem Kopf: Beschwer dich nicht, das ist kein Einsatz, er ist nicht weit weg und bald wieder hier.

Seltsam, wie schnell man vergisst, dass es allein schon irgendwie klappt. Das hat es während der Einsätze ja auch. Man bekommt das hin!

Dennoch kriecht vorher jedes Mal die Angst vor dem Alles-Allein-Machen in mir hoch und ich würde am liebsten sagen "Bleib bei mir!"
Blödsinnig... wie ein Klein-Mädchen-Hirngespinst, dass ich nicht wegbekomme: Der Held, der mich beschützt, geht fort.

Aber vielleicht ist es auch einfach immer wieder die Traurigkeit, von dem Menschen, mit dem man jeden Tag gemeinsam verbringen möchte, getrennt zu sein.

Der Abschied ist jedes Mal unglaublich schwer.
Egal wie oft ich das schon gemacht habe.
Übung macht den Meister?
Dabei nicht.

Sonntag, 10. Juni 2012

Eine

Mutter mit zwei Söhnen.

Eine Mutter, die mit ansehen musste, wie ihr Mann und ihr beiden Söhne in den Krieg zogen.

Eine Mutter, die das Glück hatte, dass ihr Mann und ihr ältester Sohn zurückkehrten.

Eine Mutter, die vergeblich auf ihren jüngsten Sohn wartete und den Verlust nie verwunden hat.

Meine Urgroßmutter.

Meine Mutter kann sich noch an den Moment erinnern, als plötzlich ein Soldat vor der Haustür stand und meine Urgroßmutter davon lief, weil sie die Nachricht, dass ihr jüngster Sohn gestorben sei, nicht hören wollte. Sie wollte und konnte es nicht glauben.


Es steht ein Soldat am Wolgastrand - ein Stück aus der Operette Der Zarewitsch.
Wenn meine Urgroßmutter dieses Stück hörte, sagte sie immer: "Das ist mein Helmut."

Hemden

bügeln.

Nicht wirklich meine Spezialität und Neigung, aber eine Fertigkeit, die ich mir in jahrelangem Soldatenfrauendasein aneignen musste.
Neben so wesentlichem Können wie Nähen, Kochen, Waschen.

Ausschlaggebendes Kaufargument für meine Nähmaschine war, dass das gute Stück Abzeichen auf Uniformstoff nähen kann.

Daneben ist es immer wieder hilfreich Dienstgradabzeichen, Litzenfarben, Verbandsabzeichen und auch taktische Zeichen einigermaßen zu beherrschen. Allerdings hat mich die Bundeswehrreform bei letzterem um Jahre zurück geworfen. Ärgerlich.

Ach ja, Fahrzeuge und Gerät klappen auch ganz gut.

Ist schon merkwürdig, wie der Soldatenberuf um sich greift und sich im Familienleben ausbreitet.
Mein Mann weiß, denke ich, nicht annähernd so viel über meinen Job. Aber der ist auch nicht so wirklich spannend und grüne Fahrzeuge haben wir auch nicht.

Aber immerhin brauche ich keine gebügelten Hemden...






Samstag, 9. Juni 2012

Weiß

ja nicht so recht, ob ich mich über die Fantasie des Jüngsten freuen
oder Angst bekommen soll...
;)

Das neueste Spielzeug,
ein Ast, selbst gefunden im Wald:
Sein "Peng".

Freitag, 8. Juni 2012

Nachtrag

zum Thronjubiläum:

Mein hier angekündigtes
Thronjubiläums-Hähnchen nach Jamie Oliver, eisgekühlter Cider
und meine neu erstandene,
thronjubilierende
Sammeltasse.

Lecker wars.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Kornblumen

und Mohn.

Blumen, die mich an Veteranen und Gefallene denken lassen.

Angelehnt an das Gedicht In Flanders Fields von Lieutenant Colonel John McCrae, ist der Mohn (engl. Poppy) zur Symbolblume der Gefallenen geworden. Im englischsprachigen Raum wird derer am Remembrance Day, auch Poppy Day genannt, gedacht und z.B. eine hier im Blog schon einmal gezeigte Mohnblume aus Papier an der Kleidung getragen, um Verbundenheit zu zeigen.
Durch den Verkauf der Blumen durch verschiedene Verbände (z.B. die Royal British Legion) werden Veteranen  unterstützt.


In Flanders Fields


In Flanders fields the poppies blow
Between the crosses, row on row,
That mark our place; and in the sky
The larks, still bravely singing, fly
Scarce heard amid the guns below.



We are the dead. Short days ago
We lived, felt dawn, saw sunset glow,
Loved, and were loved, and now we lie
In Flanders fields.



Take up our quarrel with the foe:
To you from failing hands we throw
The torch; be yours to hold it high.
If ye break faith with us who die
We shall not sleep, though poppies grow
In Flanders fields.

John McCrae
(Quelle: Wikipedia)


Die Kornblume war, so habe ich von einem FzFchen erfahren, einmal in Deutschland Symbolblume der Gefallenen und Veteranen. Vor gut 100 Jahren, wie man bei Wikipedia nachlesen kann, gab es sog. Kornblumentage, an denen künstliche Kornblumen zugunsten von Veteranen verkauft wurden. 
Eine schöne Idee, wie ich finde.

Leider ist derartige Symbolik im heutigen Deutschland schwierig geworden, da nahezu jedes Symbol im Rückblick auf die Geschichte Deutschlands irgendwann einmal negativ besetzt gewesen zu sein scheint oder für irgend jemanden ist.


Schade.




Mittwoch, 6. Juni 2012

Blumenexpress

Wieder Blumen vom großen Kind.
Diesmal von Nachbarbauers Feld - viel zu weit zum Laufen. ;)

Und schwups machen sie einen Führerschein...

Montag, 4. Juni 2012

Feldpost

20 Jahre Feldpost im Einsatz - dieses Jubiläum ist ganz unbemerkt an mir vorüber gegangen.

Am 22. Mai wurde das Ereignis mit einem Festakt in Bonn gefeiert und wenn ich das hier mal ganz öffentlich sagen darf:
Das hat sie auch verdient, die Feldpost!

Nichts hat mich so häufig während der Einsätze vor Freude weinen lassen, wie ein Brief oder Paket meines Soldaten. Es war immer wieder wunderbar mit jedem Brief, mit jeder Postkarte ein Stückchen von ihm in Händen zu halten.

Vielen Dank an die vielen Feldpostsoldaten, die das jedes Mal wieder möglich machen!

Etwas

anglophil angehaucht, wird bei uns zur Zeit ein wenig mitgefeiert beim 60jährigen Thronjubiläum.

Zur Feier des Tages werde ich mich heute an das "Thronjubiläums-Hähnchen" nach Jamie Oliver machen. Cider steht schon kalt... :)

Glückwünsche ins Königreich und
"God save the Queen!"

Sonntag, 3. Juni 2012

Soldatenkinder

Im Augenblick muss ich ganz häufig an die vielen Kinder denken, die im Moment ohne ihren Soldatenpapa oder ihre Soldatenmama zurecht kommen müssen oder diese bald für lange Zeit in den Einsatz verabschieden müssen.
Neben Bonbongläsern, Notfallkisten und vielen anderen Dingen hat meinen Kindern auch Knuddy ein wenig über die Trennung geholfen und auch jetzt gehen die beiden Knirpse ohne ihre "Papa-Puppe" nicht ins Bett.
Über unsere Knuddys "im Einsatz" habe ich damals hier berichtet.


Samstag, 2. Juni 2012

EPA

Drei Buchstaben, die bei mir Kindheitserinnerungen wecken. Noch bevor ich lesen konnte, wusste ich, dass diese Buchstaben für "Einmannpackung" stehen und für mich Panzerplatten (Hartkekse), Tubenmargerine, Orangenfruchsaftgetränk, Hackfleichrisotto und Kaugummi bedeuteten.
Was so machen Soldaten heutzutage vielleicht nicht immer in kulinarisches Entzücken versetzt, war für mich als Kind Überraschungsei und Leckerei zusammen. Wenn mein Vater EPAs mitbrachte, wurden diese Pakete wie an Weihnachten ausgepackt und manchmal das ein oder andere Gericht unter großen Kinderaugen auf dem Espitkocher zubereitet.
Ab und zu wurden Verpflegungsüberschüsse auch in der Kaserne verkauft. Dann füllte sich der Keller mit Kartoffelbreipulver in Dosen, Kakaopulver, EPA und anderen olivgrünen Spezialitäten.

Als ich mir letztens bei einem Infotag die deutsche Einsatzverpflegung mal wieder genauer ansehen konnte, bemerkte ich, dass sich seit meiner Kindheit noch nicht so viel geändert hat, obwohl einige Gerichte ersetzt und ergänzt wurden (Wer hat bloß diese schicke Tubenmargerine abgeschafft?) und es ein erweitertes Angebot für verschiedene Einsätze gibt. Und es gibt, sehr löblich, sogar eine vegetarische Variante und die Hartkekse wurden durch Cracker ergänzt.

Wenn man sich allerdings das Angebot anderer Streitkräfte anschaut, wie hier auf der Seite MRE Info, muss die Bundeswehr kulinarisch doch noch ein bisschen aufholen: MRE (die amerikanische Einsatzverpflegung) etwa mit Muschelsuppe und Rippchen in pikanter Soße, diversen Curry- und Pastagerichten gibt dann doch etwas mehr her... ;)

Eigentlich ist diese Einsatzverpflegung ein interessantes Forschungsobjekt. So haben verschiedene Nationen auch unterschiedliche Beigaben in ihren Einsatzverpflegungspaketen:

Es ist zumindest interessant, dass die dänischen Streitkräfte angeblich Zahnbürsten und Spülschwämme in ihren Paketen haben sollen.

Freitag, 1. Juni 2012

Kleine

Auswahl aus meiner aktuellen Ausrüstung für die Heimatfront.


Das T-Shirt "Love my Soldier" und viele andere Dinge gibt es bei heimatfront.eu, das Roter-Freitag-Shirt und alle Informationen dazu gibt es hier, das Schlüsselband ist von Support German Troops.

Berufswünsche

Vor einiger Zeit habe ich erfahren, dass die Tochter eines Freundes bei der Bundeswehr angenommen wurde. Er freute sich, die Familie freute sich und ich konnte mir am Telefon nur auf die Zuge beißen, um nicht etwas Unpassendes zu sagen.
Wissen sie überhaupt, was das bedeutet?
Vielleicht sagen sie: Sie macht, was sie will und was sie liebt.
Für mich wäre das nicht wirklich ein Trost.
Wie kann man sich freuen, wenn die Kinder einen Beruf ergreifen, der sie in den Krieg schicken wird? Der sie zum Spielball irgendwelcher Politiker macht?

Trotzdem ich aus einer Soldatenfamilie stamme und mit einem wunderbaren Soldaten verheiratet bin, auf den ich sehr stolz bin, kann ich nur schwer verstehen, wie man heute freiwillig Soldat werden kann. Heimatschutz? Alles hübsch. Aber in der Welt herumgeschickt werden und anderer Leute Kriege führen? Für ein Land sterben, das nicht hinter seinen Soldaten steht? Für eine Regierung sterben, die ihrer Bevölkerung Krieg als humanitäre Hilfe verkauft? Einsätze mittragen, deren Sinn zumindest zweifelhaft ist?
Manchmal glaube ich, die letzten Kriege und das Leid was sie gebracht haben, sind für manche schon zu lange her.

Andererseits muss ich irgendwie auch bewundern, wer heutzutage dennoch Soldat werden und das alles auf sich nehmen will. Vielleicht ist das ein Grund für diese unglaubliche Loyalität dem Dienstherrn gegenüber, über die vor ein paar Tagen eine Blog-Nachbarin geschrieben hat?

Das hört sich mehr nach Friedensbewegung als nach Soldatenfrau an, naja, zumindest sehr zwiegespalten.

Mein Großvater würde sich im Grabe umdrehen und die heilige Barbara anrufen, denke ich...
Als Strafe werde ich sicher irgendwann meinem Sohn gegenüberstehen, der mir freudestrahlend erklärt, dass er endlich weiß, was er werden will...