Freitag, 30. März 2012

Arbeit

Lange habe ich es vor mir hergeschoben, nun habe ich es getan: Mich um die Rückkehr in die Arbeitswelt gekümmert.
Ich bin darüber weder glücklich noch motiviert, aber irgendwann muss wieder Geld in die Kasse. Knapp ein Jahr ist noch Zeit, aber in meiner "Firma" mahlen die Mühlen langsam. Da ich sozusagen aus der mittlerem Führungsriege zurück ins Glied trete, muss ich mich um einen neuen Wirkungskreis in der Firma umsehen und erstmal Formulare ausfüllen.
Vorab hatte ich ein Gespräch mit meiner zukünftigen Oberchefin. Erstaunlicherweise war es sehr nett und sie hat mir mitgeteilt, dass es in der Gegend viele Stellen gäbe "weil keiner aufs Dorf will". Da bin ich schon - daher kein Problem für mich. Sehr schön.
Trotzdem reizt mich so gar nichts an der Rückkehr in den Job. Ich stelle mir das mit meinen zwei Knirpsen eher wie den blanken Horror vor. Wenn ich zurückdenke, sehe ich im Bezug auf meine Arbeit nur Stress, Ärger und Erschöpfung. Das nun mit zwei Kindern zu kombinieren scheint mir nicht so erstrebenswert. Aber gut, es wird eine andere Arbeit, auch viel Verantwortung, aber auf anderer Ebene und nicht so sehr im Kreuzfeuer. 
Mal abwarten und im Moment noch nicht zu sehr dran denken...

Dienstag, 27. März 2012

Sonne

und Wald.
Die Jungs bereiten sich auf den Waldkindergarten vor und ich genieße die Sonne.
Unser Gemeinderat hatte ein Einsehen und schließt den Kindergarten nun doch nicht. 
Ich bin so glücklich, dass der Knirps weiterhin draußen rumtoben kann - trotz Kindergartens. 
Und ab Sommer heißt es dann: Wegen des Kindergartens!

Donnerstag, 22. März 2012

Flecktarn

ist so eine Sache, wenn man mit steingrau-oliv aufgewachsen ist. Zu Beginn der Ära mit dem "Müslitarn" war der neue deutsche Feldanzug für mich doch sehr gewöhnungsbedürftig. Und das ging nicht nur mir so. Einige unserer werten Mitbürger diskutierten ernsthaft darüber, inwiefern der Tarndruck politisch korrekt sei und ob es denn sein könnte, dass die Bundeswehr eine kleingefleckte Uniform wie einige Truppenteile "damals" trüge. Das könne ja Erinnerung wecken, abfärben oder als politisches Statement gedeutet werden. Nun, diese Bedenken hatte ich nicht, aber diese Uniform war durchaus ungewohnt und wirkte seltsam militärisch.

Die ersten Truppentrageversuche gingen unbemerkt an mir vorbei. So kam der Tag, an dem mein Vater das erste Mal tarngefleckt nach Hause kam, ziemlich plötzlich und unerwartet. Ich weiß gar nicht mehr, was er von der Neuerung hielt, wir fanden es einfach nur komisch.
Aber wir gewöhnten uns daran.

Heute sind die Punkte normal und mir erscheinen Bilder von früher in oliv doch sehr weit weg. Andere, ganz andere Zeiten. Als wenn man einen DKW Munga neben einen Wolf oder Greenliner stellt.

Alles hat seine Vor- und Nachteile und ab und zu blicke ich ein wenig wehmütig zurück.
Die steingraue Feldbluse hole ich manchmal aus meinem Schrank. Durchaus modisch, tragfähig und robust. Sehr kleidsam für Rock-Konzerte, perfekt im Garten, beim Schrauben oder am Lagerfeuer. Und mittlerweile habe ich sogar eine passende Hose für mich gefunden. Für den Arbeitseinsatz in Garten und Garage. Auch schön und die werden auch weniger...
Flecktarn überlasse ich aber lieber den Profis und begnüge mich damit, regelmäßig meine Waschmaschine damit voll zu stopfen.

Und natürlich - mal abgesehen von allen möglichen militärischen Vorteilen - finde ich, dass mein Lieblingssoldat tarngefleckt großartig aussieht.






Mittwoch, 21. März 2012

Uniform

und alles was dazu gehört ist so eine ganz besondere Sache. Sie weckt bei mir Erinnerungen, Freude (vor Allem wenn ich meinen Soldaten darin sehe), manchmal Ängste und Trauer aber auch Bewunderung und meist ist es einfach ein Gefühl von "Zuhause".

Uniformen erinnern mich daran, dass es mit der Prägung bei mir wohl doch ganz gut geklappt hat, denn ich habe irgendwie immer damit gerechnet, einen Soldaten zu heiraten. Eine ernsthafte Alternative gab es, wenn ich so zurück schaue, für mich nicht und ich freue mich immer noch jeden Tag, dass ich bei der Auswahl so ein gutes Händchen hatte. Und wohlgemerkt, ich habe meinen Soldaten nicht in seiner Uniform kennengelernt oder mir zuvor seinen Truppenausweis zeigen lassen... ;)
Das war dann doch eher Zufall.

Dennoch glaube ich, das es wohl so sein sollte.
Uniform.

In den nächsten Wochen möchte ich über diese Uniform schreiben, die wöchentlich - neben Tonnen von Kinderkleidung - meine Waschmaschine füllt oder in Form von Stiefeln im Flur rumsteht.

Vielleicht fallen mir - und auch euch - ein paar Geschichten dazu ein.

Sonntag, 18. März 2012

Wald

kindergarten.

Aus meiner tiefsten Überzeugung, genau richtig für meine Jungs.

Nr. 1 wurde also nun im Frühjahr angemeldet in der Nachbargemeinde, weil es solch modernen Krams bei uns nicht gibt. Dazu muss man allerdings sagen, dass wir auch direkt an der Grenze wohnen. Alles schön, wir haben uns gefreut. Genügend Plätze sind da. Herrlich und ein paar Bauchschmerzen weniger, weil ich Sohnemann nicht in den mir nicht so sympathischen für uns zuständigen Kindergarten geben muss.

Samstag dann die Meldung: Der Waldkindergarten soll zum Sommer geschlossen werden.
Nicht, weil zu wenig Kinder da sind! Nein, weil im zugehörigen "normalen" Kindergarten zu wenige sind! Die Waldkinder soll die Gruppen dort auffüllen, damit die Samtgemeinde die Waldgruppe einsparen kann. 40000 Euro. Gespart an den Schwächsten und an deren Zukunft. 2 Erzieherinnen, die dann keine Stelle mehr haben. Geld das die Gemeinde an anderer Stelle für irgendwelchen Sch*** ausgegeben hat.
In normale Kindergartengruppen werden auf 2 Erzieherinnen 25 Kinder gestopft. Im Waldkindergarten sind es nur 15 Kinder. Da kann man doch was einsparen! Toll!

Am Montag ist Gemeinderatsitzung. Bin jetzt schon so grantig, dass ich da am liebsten dazwischen hauen und jeden Einzelnen schütteln möchte.

Ist so schön, wenn man diese Mitteilung 3 Monate vor Kindergartenbeginn bekommt und der Zug abgefahren ist, um seinem Kind noch einen Platz in einem anderen "alternativen" Kindergarten zu sicher.
Könnte kotzen
oder einen eigenen Waldkindergarten aufmachen.


Aktuelle Literatur dazu:
    ...der Titel passt... 

Richard Louv, Andreas Nohl
Das letzte Kind im Wald? : Geben wir unseren Kindern die Natur zurück!
Beltz Verlag 2011



Mittwoch, 14. März 2012

Unterwegs

...endlich.
Wir sind wieder fit und seit gestern wieder draußen unterwegs.

Was ist es anstrengend, so Kinners drinnen zu beschäftigen.
Ich hasse das.
Bin kein Freund von Basteln, Malen und Co.
Jedenfalls nicht, was Kinderbeschäftigung betrifft.
Da muss es nach draußen gehen.

Bauen, klettern, buddeln, dreckig machen.



Oder - wenns nach den Jungs geht (und das tut es meistens) - eben auch mal Unimog und Bobbycar fahren.

Montag, 12. März 2012

Fla

oder Flugabwehr.

Heute nehme ich Abschied von der Truppengattung des Heeres, mit der ich aufgewachsen bin. Deren Gepard, der erste Panzer war, den ich benennen konnte und deren Korallenrot ich lange Zeit für die einzige Waffenfarbe der Bundeswehr hielt, weil ich nichts anderes kannte.
Und es ist auch die Truppengattung, der ich - über Umwege - verdanke, meinen Mann kennengelernt zu haben.


Die Uniform meiner Kindheit hängt schon lange im Schrank, die Kaserne ist lange geschlossen, die Geparden sind weg.
Dennoch hat mich die Nachricht irgendwie wehmütig gemacht, dass heute die Heeresflugabwehrtruppe außer Dienst gestellt wird.
Mit einem Appell in Todendorf.
Todendorf
... auch so ein Wort aus meiner Kindheit.

Leb Wohl, Fla!

Donnerstag, 8. März 2012

Herr Polo

Heute war ich bei Herrn Polo.
Wunderbar.
Marc O'Polo ist für mich wie Tiffany's für Holly Golightly.
Schade, dass es so ein teurer Spaß ist, ansonsten könnte man mich dort täglich sehen.
Diesmal war es allerdings das Outlet - dort wo man beim Geld ausgeben tatsächlich das Gefühl hat, Geld zu sparen.
Gemein.
War trotzdem schön!
Und wie!
Und ich freu mich immer noch übers Geld sparen - das passiert mir sonst nie... ;)

Mittwoch, 7. März 2012

Frischluft

endlich!
Wir sind wieder gesund
und genießen die Vorboten des Frühlings:
Knospen, Krötenzäune und Kraniche.



Montag, 5. März 2012

Krankendauerstation

Nun, eigentlich dachte ich, ich könnte die Krankenstation auflösen, aber auch weiterhin keine Entwarnung. Kind 1 startet seit gestern Nacht mit heftigem Husten wieder durch und auch ich bin noch nicht durch mit dem Kram.
Eine Woche Stubenarrest wegen eigenem oder kindlichem Fieber, frische Luft nur beim Lüften und so langsam fällt mir die Decke auf den Kopf. Die Knirpse sind zwar ziemlich gebremst, aber dennoch wird des schwer sie zu beschäftigen.
Der Soldat ist weiterhin beneidenswert fit.
Die Bundeswehr scheint immun zu machen.
Oder leidensfähig?

Samstag, 3. März 2012

Spielzeug

Was gab es in den 70ern doch für Kinderspielzeug.

Schon komisch, dass jetzt, da die Bundeswehr allerorts im "humanitären" Einsatz ist, diesbezügliches Spielzeug aus den Spielzeugläden fast vollständig verschwunden ist.
Ist Papas Beruf etwas, mit dem sich seine Kinder nicht spielerisch auseinandersetzen dürfen?
Ist doch etwas Schlimmes daran? Etwas, dass Kinder nicht erfahren dürfen, da sie vielleicht "infiziert" werden könnten?

Damals war es vollkommen normal seine Kinder auch mal mit Panzern und Pistolen spielen zu lassen, heute wird man schon schief angesehen, wenn man den Sohnemann mit einem KFOR-Reflektor an der Jacke zum Kindergarten lässt.

Damals war die Bundeswehr in der Öffentlichkeit präsent, besonders natürlich an den vielen Standorten. Aber es war auch vollkommen normal, Soldaten in Uniform in der Stadt zu treffen oder laufende Übungen "live" mitzuerleben. Und es war auch normal, dass Kinder an der Straße standen und sich freuten, wenn die Kolonnen der Bundeswehr durchs Dorf brausten. Das gehörte alles einfach dazu. Und es gab auch noch genügend Ältere, die wussten, warum.

Heute schicken wir unsere Soldaten wieder in Kriege. Wir sehen sie nicht mehr in der Öffentlichkeit. Freilaufende Übungen gibt es auch nicht nicht mehr wirklich. Es könnte sich ja auch der ein oder andere Bürger über einen ruinierten Radweg beschweren oder über eine zertrampelte Primel am Wegesrand. Im Übrigen könnten sich unsere werten Mitbürger ja erschrecken, wenn sie so direkt mit dem "Üben für den Krieg" konfrontiert würden.

Ich habe immer mehr das Gefühl, dass heute eigentlich kaum jemand etwas von unseren Soldaten und was sie tun, mitbekommen will.

Ist das Spielzeug deswegen weg?

Egal!
Ich habe noch welches!
:)




Donnerstag, 1. März 2012

Flach

Ein kurzer Blick in unsere aktuelle Notapotheke.
Wir liegen flach. Erst der Kleine, dann ich, jetzt der Größe. Einzig unser Soldat steht noch aufrecht, was er auf seine zwei Grippeimpfungen zurückführt. Ich glaub ja nicht an sowas. Aber ich glaube, ich hatte seit meiner Kindheit nicht mehr so hohes Fieber und mir ging's lange nicht mehr so dreckig. Wenn man sich nicht mal mehr aufraffen kann, die eigenen Kinder zu bemuttern, ist es schon schlimm.
Und wenn ich Globulistin tatsächlich mal zu "echten" Medikamenten greife, ist es noch Mal so schlimm.

Heute Nachmittag sitzen wir aber tatsächlich wieder aufrecht auf dem Sofa, gucken Kinderfernsehen und trinken Hustentee.
Wird schon wieder!