Freitag, 29. Juli 2011

Nun also doch


Anscheinend hatten sich mein Herz, mein Gefühl, vielleicht auch mein Kopf schon darauf eingestellt, dass wir dieses Mal um den Einsatz herum kommen würden...um so heftiger nun das Gefühl das Gegenteil zu erfahren.
Der Fels auf meiner Brust, den ich die letzten Wochen fast abgetragen hatte, ist mit vollem Gewicht wieder da. 
Panik. Weglaufen - nicht erleben und tragen wollen.
Noch kein Termin, nur irgendwie bald soll es losgehen.
Schlagartig mag ich nicht mehr. Möchte einfach nur hier sitzen, Löcher in die Wand starren und Leere denken.

Montag, 25. Juli 2011

Ich kämpf'...

mich zu dir durch, mein Schatz

Heute habe ich das Buch endlich bekommen. Ein Buch was sich tatsächlich mal mit der Heimatfront beschäftigt. Briefe, die von Angehörigen an Soldaten im Einsatz geschrieben wurden, erzählen über die Situation und die Gefühle von den Daheimgebliebenen und wie sie und ihre Familien mit der Trennung und der Angst um einen geliebten Menschen umgehen.
Trotzdem ich bisher nur die ersten Kapitel gelesen haben, meine uneingeschränkte Leseempfehlung!

Ich kämpf' mich zu dir durch, mein Schatz.
Briefe von der Heimatfront (2000-2010)
herausgegeben von Katrin Schwarz.
adatia Verlag 2011

Freitag, 22. Juli 2011

Zweimal drei Vokabeln

Familie, Heimat, Liebe
Bundeswehr, Einsatz, Krieg

Zweimal drei Vokabeln, die nicht immer zusammen passen.
Familie, Heimat, Liebe – halten, beschützen, lassen mich nicht los und nie einsam. Meine Familie, meine Burg, mein Mann – bei der Bundeswehr, im Einsatz, im Krieg – wie Gegensätze wirken die Worte, wenn ich sie hier schreibe. Gegensätze zu meiner heilen Welt. Gegensätze von denen ich dachte, dass es sie nie mehr geben würde.

Meine Heimatfront erzählt von diesen Gegensätzen, von dem Leben einer Soldatenfamilie, in einer Zeit in der deutsche Soldaten aus „vordergründig nicht deutschen Interessen“ in den Krieg geschickt werden.